Die Geschichte des Vereins

Der SSV „Auf der Heide“ Bottenhorn wurde am 02. März 1920 aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder warenGustav Schade, Karl Herrmann, Adolf und Ernst Staus. Die Mitgliederversammlung am 13. Juni 1920 wählte Engelbert Pitzer zum 1. Vorsitzenden.

Der erste Sportplatz „am Riß“ entsprach nicht ganz den Bedürfnissen, so dass man im Jahre 1922 in Eigenleistung ein neues Sportgelände im „Hülshofer Feld“ (am Ende der heutigen Straße „Im Breiten Feld“) anlegte und am 10. September seiner Bestimmung übergab. Hier trug man mehrere Jahre mit wechselndem Erfolg seine Spiele aus.

Schon Ende der Saison 1928/29 gelang mit der Meisterschaft der Aufstieg aus der A-Klasse in die 2. Bezirksklasse.1930/31 brachte die Meisterschaft die Zugehörigkeit zur 1. Bezirksklasse Gießen/Marburg. In der Saison1934/35 wurde hier die Vizemeisterschaft errungen. Der 2. Weltkrieg erzwang die Einstellung des Spielbetriebs bis zum Sommer 1945. Sofort konnte dann jedoch die Meisterschaft in der geteilten Kreisklasse geschafft werden. Das Jahrzehnt von 1947 – 1957 verbrachten die Heidekicker in der A-Liga. 1958 gelang endlich der Aufstieg in die 2. Amateurliga. Die Freude darüber währte jedoch nur kurz, denn im folgenden Jahr musste der Gang zurück in die A-Liga angetreten werden. Am Ende der Saison 1961/62 konnte erneut der Meistertitel gefeiert werden.

Der SSV stieg in die Bezirksklasse Nord auf. Die Führung des Vereins lag zum damaligen Zeitpunkt in den Händen vonErich Pitzer, den Willi Zimmermann und Günter Reichard kurzzeitig ersetzten. 1963 stand im Zeichen des Sportheimbaues. Sportlich ging es 1964 ebenfalls aufwärts. Man erreichte souverän die Bezirksklasse Gießen/Marburg und konnte 1965 den Aufstieg in die Gruppenliga bejubeln. Ein Jahr später (1966) vollzogen die Gymnastikdamen als neue Abteilung im SSV „Auf der Heide“ den Schritt in das Vereinsleben.

1968 konnte der dritte Sportplatz nach seiner endgültigen Fertigstellung eingeweiht werden. Das schien die Spieler sehr zu beflügeln. Sie eilten von Erfolg zu Erfolg, wurden Vizemeister in der Gruppenliga. Der absolute sportliche Höhepunkt lag im Erreichen des Hessenpokal-Endspiels gegen Niederflorstadt im Jahre 1973! Leider ging es mit 1:2 verloren. Trotzdem war die Qualifizierung für die erste süddeutsche Hauptrunde geschafft. Man spielte daheim gegen den KSV Hessen Kassel und schied nach einer großen, kämpferischen Leistung mit einer 0:3 Niederlage aus. Von denüber 2000(!) Zuschauern auf der Heide wird heute noch mit großer Wehmut viel erzählt. Die Leitung des Vereins übernahm zwischenzeitlich Werner Jäger.

Ein Gastspiel gab auch eine Abteilung des SSV. In 1968/69 entstand eine Tischtennisabteilung. Sie trennte sich jedoch1972 vom Hauptverein und gründete ihren eigenen.

Sportlich ging es in dieser Zeit etwas abwärts mit den Heidekickern. In der Spielzeit 1975/76 stieg man aus der Gruppenliga ab und bewegte sich fortan in der Bezirksliga.

Auch in der Vereinsführung tat sich einiges:

  • 1974 löste Walter Zimmermann als Vorsitzender Werner Jäger ab und übergab ihm 1978 wieder die Leitung des Vereins.
  • 1980 übernahm dann Dieter Niebuhr das Kommando.
  • In der Zwischenzeit (1984) war man in die A-Liga West abgestiegen.
  • Passend zur Eröffnung der in Eigenleistung unter der Regie von Karl-Heinz Schmid errichteten Vereinsgaststätte gelang dann noch einmal der Aufstieg in die Bezirksliga Nord.
  • Dies geschah 1990, doch leider musste man nach nur zwei Saisons wieder den Gang zurück in die Bezirksliga West antreten.
  • Von 1993 – 1998 leitete Hermann Polzer die Geschicke des Vereins.
  • Seitdem steht Bernd Koch dem Verein vor.

Mit der Gebietsreform kam eine Neueinteilung der Spielklassen. Die Heidekicker spielen seitdem in der A-Klasse. Zur Zeit zählt der Verein 78 aktive und 146 passive Mitglieder und ist damit einer der größten Vereine der Großgemeinde Bad Endbach.

Neben der Seniorenmannschaft bestehen noch eine Reservemannschaft, eine Alte-Herrenmannschaft sowie verschiedene Jugendmannschaften.

Im Jahre 2001 entstand auf Initiative von Erwin Becker eine Wanderabteilung, die bereits nach kurzer Zeit 70 Mitglieder aufweisen konnte. Einmal im Monat trifft man sich zu einer Wanderung (12 bis 20 km) mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.

Seit 2006 hat der SSV Bottenhorn eine weitere Abteilung hinzugewonnen:

Auf Initiative von Andrea Kehr, die auch als Geschäftsführerin fungiert, wurde eine Jazztanzgruppe gegründet. Diese wird zur Zeit von Julia Riek betreut.

 

Die entstehung Gymnastikgruppe des SSV „Auf der Heide“ Bottenhorn

Nachdem im Jahre 1966 das Bottenhorner Bürgerhaus fertig gestellt war, bot sich der große Saal als geeigneter Übungsraum für Gymnastik an.Aus einer privaten Interessengruppe bei „Steingräbers“ entstand nun offiziell eine Abteilung. Der SSV Bottenhorn bekam sein „erstes Kind“ – die Gymnastikgruppe schloss sich dem SSV als eigenständige Abteilung an. Gerda Brasche war die erste Übungsleiterin von etwa 25 Frauen und 15 Jugendlichen. Später wurde auch eine Kindergruppe gegründet.Marie Pitzer war die erste Abteilungsleiterin.

Die Frauengruppe entwickelte sich zahlenmäßig kontinuierlich nach oben. Die Jugend- und Kinderabteilung wurde später leider geschlossen.

Inzwischen besteht die Frauengruppe aus über 40 Mitgliedern. Etwa 2/3 hiervon sind aktive Mitglieder, die mehr oder weniger regelmäßig an den Übungsstunden teilnehmen. Anfangs waren es nur die wöchentlichen Gymnastikstunden, später kamen dann vielerlei Aktivitäten hinzu. Mehrmals im Jahr werden Wanderungen unternommen und wenn irgendwo im Ort „Not an Frau“ ist, steht die Gruppe zur Verfügung. Öffentliche Auftritte bei Jubiläen oder sonstigen Feierlichkeiten stehen fest im Programm. Aus der damaligen Gymnastikstunde ist mittlerweile Aerobic nach Musik-, Konditions- und Kräftigungstraining mit diversen Geräten, Stretching und Entspannung, Circuittraining usw. geworden. Aber auch die Geselligkeit spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Im Jahre 1991 wurde das 25-jährige und im Jahre 1999das 33-jährige Jubiläum im Bottenhorner Bürgerhaus gefeiert. Die Veranstaltungen fanden jeweils großen Zuspruch aus der Bevölkerung.